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Die Eisheiligen oder wann dürfen die Pflanzen ins Freie?

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Eisheilige - das sollten Sie beachten!

Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie - auch die kalte Sophie genannt - sollten jeder/jedem Gärtner/in ein Begriff sein. Zusammen nenne wir sie die Eisheiligen. Sie waren Märtyrer bzw. Bischöfe im 4. und 5. Jahrhundert. Ihre Gedenktage - beginnend mit Pankratius am 12. Mai und endend mit Sophie am 15. Mai - kennzeichnen jenen Zeitraum, nach dem die frostempfindlichen Jungpflanzen, wie Tomaten, Paprika und Zucchini ins Freie dürfen.

Paprika Jungpflanzen
Paprika-Jungpfanzen dürfen nicht vor den Eisheiligen ins Freie - die Frostgefahr ist zu groß

Die ersten Wärmephasen eines Jahres erleben wir meist im März oder April. Nach den kalten Wintermonaten freuen wir uns darauf, unsere Pflänzchen endlich ins Freie zu setzen. Leider werden diese Schönwetterphasen so gut wie jedes Jahr von den Eisheiligen unterbrochen und zu früh gesetzte Pflanzen erfrieren. Und selbst, wenn die Pflanzen den Frost überleben, sind Teile in der Pflanze geschädigt. Sie wachsen danach nur mehr kümmerlich und können sich von dem plötzlichen Kälteeinbruch nicht mehr erholen.

Was genau passiert bei den Eisheiligen?

Etwa Mitte Mai strömt kalte Polarluft aus dem Norden nach Mitteleuropa und bewirkt einen regelrechten Kälteeinbruch. Bei klarem Himmel strahlt der Boden zudem so viel Wärme ab, dass Bodenfrost entsteht und die Jungpflanzen erfrieren.

In vielen Bauernregeln wird darauf hingewiesen, dass bestimmte Pflanzungen erst nach den letzten Eisheiligen erfolgen sollen.

Folgende Bauernregel warnt besonders vor zu frühem Auspflanzen:

Wenn´s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert!

Es ist nicht genau feststellbar, auf welchen Zeitraum die Regeln mit den Eisheiligen zurückgehen. Man vermutet, dass es sich um eine Phase im Mittelalter handelt, die durch mehrere Jahre massiven Kälteeinbruchs gekennzeichnet war (kleine Eiszeit). Da in dieser Zeit noch der julianische Kalender galt, haben sich die Eisheiligen faktisch um mehrere Tage nach vorne verschoben. Nach dem nun gültigen gregorianischen Kalender läge die kalte Sophie erst am 23. Mai.

Auf der anderen Seite war in den letzten Jahrhunderten ein Anstieg der durchschnittlichen Temperatur zu beobachten und infolge des Klimawandels nimmt die Zahl der Nächte mit deutlichen Minustemperaturen im Mai ab. Aber auch heute ist noch mit Frostnächten im Mai zu rechnen.

Da sich das Wetter leider nicht genau an die Regeln der Eisheiligen hält und manchmal schon Anfang Mai, ein anderes Mal sogar einige Tage nach der kalten Sophie mit Minustemperaturen einstellt:

Hier ein paar Tipps, mit denen Sie Ihren Jungpflanzen zu einem guten Start auf ihrem neuen Platz verhelfen

Abhärten

Bevor Sie Ihre Pflanzen ins Freie setzen, sollte Sie diese abhärten. Denn ebenso wie uns Menschen ergeht es den Pflanzen. Nach Wochen im warmen, geheizten Raum ist der plötzliche Weg ins Freie ein Schock. Wir würden ohne besondere Kleidung wahrscheinlich in der ersten Nacht erfrieren oder nach einigen Stunden in der Sonne ohne Schutz einen ordentlichen Sonnenbrand ausfassen.

Obwohl die Pflanzen härter im Nehmen sind, brauchen auch sie eine Vorbereitung, bevor sie endgültig in ihr Beet dürfen. Diese Vorbereitung nennt man Abhärten.

Und das geht so: stellen Sie Ihre Pflänzchen jeden Tag immer länger ins Freie. Also am 1. Tag 2-3 Stunden, am nächsten Tag schon 5 Stunden, nach drei Tagen von Früh bis Abends und dann immer etwas länger am Abend. So haben die Pflanzen genug Zeit, sich an den Umzug ins Freie zu gewöhnen. Genauso riskant wie die Kälte ist übrigens die Sonne. Pflanzen wie z.B. Basilikum neigen sehr leicht zu Sonnenbrand. Das erkennen Sie an den schwarzen oder braunen Flecken, die sich auf den Blättern bilden. Die Pflanzen daher nicht sofort in die pralle Sonne stellen, sondern mit Halbschatten beginnen und dann langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen.

Tomaten in KisteZum Abhärten sind Gemüse- oder Bäckerkisten praktisch:

so können viele Pflanzen auf einmal transportiert werden

So spät als möglich setzen

Warten Sie die Eisheiligen in aller Ruhe ab und setzen sie Ihre Jungpflanzen sogar einige Tage später ins Freie.

Frostempfindliche Gemüsearten beachten

Folgende Gemüse-Jungpflanzen sind besonders durch den Spätfrost gefährdet: Tomaten, Paprika, Chili, Pfefferoni, Melanzani, Zucchini, Kürbis, Gurken, Melonen, Sellerie und Stangensellerie.

Pflanzen abdecken

Schützen Sie die Pflänzchen in den ersten Nächten mit einem Vlies oder einem Klimanetz. Stolze BesitzerInnen eines Hochbeetes verwenden am besten einen Frühbeetaufsatz.

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