bio-garten.at

+43 699 12 013 760

Biogärten gestalten - das große Planungsbuch ist da!

So machen Sie Ihren Garten zu einem essbaren Paradies

Alternative Heilmethoden in der Tiermedizin

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Nicht nur in der Humanmedizin, auch bei Tieren gibt es seit geraumer Zeit komplementäre Behandlungsmethoden. Statt mit Antibiotika, Cortison, gängigen Schmerzmitteln oder Fiebersenkern zu behandeln, helfen und heilen alternative Heilmethoden mindestens genauso gut und führen zu einer nachhaltigen Gesundung unserer geliebten Vierbeiner.

Guki auf Decke
Damit die Katze gesund bleibt, helfen auch alternative Heilmethoden

Doktor Patricia Wanas ist Spezialistin für Komplementärmedizin in der Tierheilkunde. Neben der Arbeit in ihrer Ordination in Stockerau ist sie laufend unterwegs, um Pferde zu behandeln (ihr Spezialgebiet). Zudem bietet sie für weiter entfernte Tiere eine Mailberatung mit individuellem Behandlungsplan an. Da viele Hobbygärtner/innen auch ein oder mehrere geliebte Haustiere haben oder Pferde besitzen habe ich Frau Doktor Wanas um ein Interview gebeten:

bio-garten: Frau Dr. Wanas, welche alternativen Methoden zur klassischen „Schulmedizin“ gibt es für unsere Tiere?

Dr. Wanas: Zunächst ist da einmal die Chiropraktik, Osteopathie und Cranio-Sakral-Therapie zu erwähnen. Nimmt man einem Tier die Blockaden der Wirbel oder Kopfknochen oder der Körperfascien, wird augenblicklich die Blut- und Nervenversorgung des entsprechenden Gebietes optimiert. Die Selbstheilung beginnt umgehend. Besonders bei Pferden ist der Unterschied vor oder nach der Behandlung augenscheinlich, die Schmerzpunkte sind gleich verschwunden. Oft gähnen die Tiere, schlecken sich oder schütteln sich durch die gesamte Wirbelsäule durch, was auch gleich für mich ein Beweis ist, dass nun alle Wirbel wieder frei beweglich sind.

springendes Pferd
Nach einer chiropraktischen Behandlung ist das Pferd wie neugeboren

bio-garten: Gibt es weitere Alternativen?

Dr. Wanas: Hier gibt es die Kräuterlehre und die Akupunktur. Tiere sprechen besonders bei Fülleproblemen (akute Entzündung, Schwellungen, Fieber, etc.) sehr gut auf Akupunktur an, egal, ob es ein Hufreheschub beim Pferd oder Halsentzündung, Erbrechen oder Fieber bei Hunden bzw. Katzen ist.

Wenn das Tier eher ein Leereproblem (müde, lustlos, antriebslos) hat, ist es hilfreicher mit chinesischen oder einheimischen Kräutern oder aufbauenden Zusätzen zu arbeiten. Beim Kleintier als Tee, Tabletten oder Pulver, beim Pferd direkt als Kräutermischung, das dem Futter beigemengt wird.

bio-garten: ist auch Homöopathie ein Thema?

Dr. Wanas: Selbstverständlich. In vielen Fällen hilft Homöopathie, da sieht man, dass es nicht auf einem Placeboeffekt beruht – wie ja beim Menschen oft behauptet wird. Allerdings braucht das Tier noch ein gewisses Maß an Selbstheilungskräften für diese Art der Heilung. Bei ganz schwachen Tieren würde ich zunächst einfach nur stärken und aufbauen und dann Globuli verschreiben.

bio-garten: Welchen Einfluss hat die Ernährung für die Tiergesundheit?

Dr. Wanas: Die Fütterung spielt eine äußerst wesentliche Rolle.

Pferde fressen in der Natur im Durchschnitt 18 von 24 Stunden. Sie nehmen wenig gehaltvolles Raufutter zu sich und legen dabei 20 bis 60 km pro Tag zurück. In manchen Haltungsformen bekommen sie 3x täglich für eine Stunde Heu, dafür viel zu viel Kraftfutter, Brot oder Karotten und andere Leckerlis bei gleichzeitig viel zu wenig Bewegung und Möglichkeiten zum Sozialkontakt.

Wölfe hingegen fressen alle 2-3 Tage eine große Mahlzeit und dazwischen können sich die Leber und der Darm regenerieren. Heutzutage bekommen manche Hunde mehrmals täglich Futter und zwischendurch noch ein paar kleine Leckerlis. Dadurch wird oft die Bauchspeicheldrüse überlastet, was wiederum zu selbstgemachter Diabetes führen kann. Auch wenn Trockenfutter für den Menschen praktisch erscheint, nicht allen Hunden tut es gut. Nach einer Schüssel Trockenfutter müsste ein Hund sieben Schüsseln Wasser trinken, um auf den physiologischen Wassergehalt eines Beutetiers zu kommen.

bio-garten: Frau Dr. Wanas, was ist Ihr abschließender Rat für die Halter von Hund, Katze, Pferd und Co?

Dr. Wanas: Besinnen wir uns auf das Wesen der Tiere in der Natur und versuchen wir dem so nahe wie möglich zu kommen. Dann entstehen viele Krankheiten gar nicht bzw. können wir sie ohne Chemie heilen.

bio-garten: Wir danken für das Gespräch und die spannenden Informationen.

 

Hier finden Sie Frau Dr. Wanas:

Dr Patricia Wanas ,FTÄ für Chiropraktik, Tierärztin in 2000 Stockerau.

www.wanashelp.at

Mailberatung für weiter entfernte Tiere – mit spezieller Beratung zu Stoffwechselkrankheiten von Pferden wie Chushing, KPU, EMS u.v.m.

Trixi mit Arantes
Frau Dr. Patricia Wanas mit ihrem Liebling Arantes

Kommentare (0)

Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen