So setzt du Tomaten richtig!

Rote Tomaten
Wie in unserem Beitrag vom März angekündigt, kommen wir auch im Mai auf das Thema Tomaten zurück. Diesmal geht es um das richtige Setzen der Jungpflanzen! Aus den gesäten Samen haben sich an deiner Fensterbank (oder in der Gärtnerei) mittlerweile schöne und kräftige Jungpflanzen entwickelt. Diese warten nur darauf, ins Freie versetzt zu werden!
 

Und so funktioniert das richtige Setzen und Pflegen deiner Tomatenpflanzen

Die Vorbereitung – optimale Bedingungen für das Wachstum schaffen

Der richtige Standort für Paradeiser ist sehr sonnig und, wenn möglich, geschützt vor Regen. Für den Anbau in Töpfen ist ein Plätzchen auf einer überdachten Terrasse/unter einem Dachvorsprung ideal.
 
Ein klassisches Bodenbeet lockerst du am Besten mit einer Grabgabel: stich diese in den Boden und bewege sie vor und zurück. So bringst du die einzelnen Bodenschichten nicht durcheinander und der Boden bleibt fruchtbar. Außerdem ist diese Methode wesentlich „regenwurmfreundlicher“ als das klassische Umstechen mit einem Spaten.

Zum Schluss wird noch etwas Kompost oder guter Bio-Dünger im Beet verteilt und oberflächlich eingearbeitet, z. B. mit einem Rechen.
 
In Terrassenbeeten oder Hochbeeten sollte die oberste Schicht aus zumindest 20 cm Bio-Erde bestehen. Verwende für Tomaten eher Niederbeete oder Mittelbeete, damit du zum Ernten keine Leiter brauchst. Denn Tomatenpflanzen können bis zu 150 cm und höher werden. Eine pfiffige Idee ist das Pflanzen der Tomaten in Pyramiden. Hier bringst du auf kleinem Raum viele Tomatenpflanzen unter.

Die Materialliste für's Einsetzen

Maßstab/Maßband
Pfähle/Tomatenstäbe
ev. Hammer
Handschaufel
Kübel mit Wasser
Beschriftungskärtchen und Stift
Weiche Schnur (z.B. aus Jute)
Schere/Messer
Langzeitdünger
Tomaten-Jungpflanzen
 

So gehst du beim Setzen vor:

Pfähle einschlagen

Die Stängel der Tomatenpflanzen werden sortenabhängig sehr lange (150 cm und mehr). Sie sind allerdings zu schwach um selbstständig aufrecht zu wachsen. Wenn deine Tomatenpflanzen also nicht durchs Beet kriechen sollen, benötigen sie eine Stütze. Ideal sind runde Holzpfähle mit einem Durchmesser von min. 5 cm, da z. B. die vielerorts verwendeten Bambusstäbe unter dem Gewicht der Pflanzen leicht brechen oder umfallen.

Schlage das zugespitzte Ende des Pfahls mit einem (Gummi)Hammer so tief in die Erde, dass es sich nicht mehr bewegen lässt. Der Abstand zwischen zwei Stützen (=der Pflanzabstand) muss min. 50 cm betragen.

Pflanzlöcher vorbereiten

Grabe nun die Pflanzlöcher ca. 5 – 10 cm von den Pfählen/Stäben entfernt, sodass sie deren Stabilität nicht beeinträchtigen. Die Pflanzlöcher sollten ca. 2x großer sein als die Töpfe (Wurzelballen) deiner Tomatenpflanzen. Auf den Grund jedes Lochs kommt eine Schaufelspitze Bio-Langzeitdünger, den du mithilfe der Handschaufel leicht einarbeitest.

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Wurzelballen durchnässen

Während du die Pflanzlöcher gräbst, stellst du deine Jungpflanzen samt Töpfen in einen großen Kübel mit Wasser. Die Wurzelballen müssen zur Gänze im Wasser stehen. Das erleichtert das Herausnehmen der Pflanzen aus den Töpfen und ihr schnelles Anwachsen.

Jungpflanzen setzen

Nimm das Pflänzchen vorsichtig aus dem Topf heraus, nachdem der Wurzelballen gründlich durchnässt ist. Setze die Tomaten-Jungpflanze in das vorbereitete Pflanzloch etwas tiefer als im Topf, und schräg in Richtung des Pfahles. Damit förderst du die Bildung von zusätzlichen Wurzeln und in weiterer Folge eine bessere Stabilität und Nährstoffversorgung der Pflanze.

Schütte das Loch zu und drücke die Erde leicht an. Am besten baust du noch einen Gießrand (einen kleinen Erdwall) um die Pflanze herum. Vergiss nicht die Jungpflanze gleich mit einem Beschriftungskärtchen mit ihrem Sortennamen zu versehen.

Anbinden

Binde nun die Pflanzen – je nach Höhe an mehreren Stellen – mit einer weichen Schnur an den Pfählen an. Die Schnur darf nicht zu eng gebunden werden, damit sie die Pflanze beim späteren Wachstum nicht verletzt.
Tomate mit Pfahl
Ein Pfahl stützt die Tomatenpflanze

Gießen

Gieße die Pflanzen zum Schluss ausgiebig. Die Erde im Wurzelbereich verschlämmt und verbindet sich besser mit den Wurzeln. Das ist für das richtige Anwachsen der Paradeiser notwendig.

Fertig gepflanzt – jetzt kommt es auf die richtige Pflege an

Gießen

Tomatenpflanzen sind sehr anfällig für die Pilzerkrankung Kraut- und Braunfäule. Gieße deshalb nie die Blätter, sondern immer nur den Boden im Wurzelbereich! Um einer Infektion mit der gefährlichen Pilzkrankheit vorzubeugen, solltest du die Pflanzen vor Regen schützen. Dazu eigenen sich z.B. einfache Tomatenhauben.

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Düngen

In Töpfen angebaute Tomaten haben keine Möglichkeit, sich aus tieferen Bodenschichten die benötigten Nährstoffe zu holen. Sie sind daher auf eine regelmäßige Nährstoffgabe angewiesen. Optimal ist die 14-tägige Versorgung mit einem biologischen Gemüse-Dünger.
 

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Mein Profi Tipp: ab und an freuen sich die Pflanzen auch über etwas Holzasche aus dem Kamin. Die Asche hat einen hohen Gehalt an Kalium, welches die Fruchtbildung fördert.

Gute Gesellschaft

Als direkte Nachbarn im Beet mögen Tomaten keine Paprika, Melanzani oder Kartoffeln. Sie alle gehören ebenso zur Familie der Nachtschattengewächse, konkurrieren mit den Paradeisern um Nährstoffe und Wurzelraum und ziehen auch Tomaten befallende Schädlinge an. Salate, Zeller, Buschbohnen, Rote Rüben oder Lauchgewächse (Zwiebel, Schnittlauch, Lauch) eignen sich hingegen sehr gut als Pflanzpartner.
Dattelwein
Tomaten einmal anders: die Sorte Dattelwein ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern schmeckt auch köstlich
 
 
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