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Nematoden - Schädling oder Nützling?

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Vielleicht haben Sie schon von Nematoden gehört – jenen nützlichen Würmern, die so manchem Schädling im Garten den Garaus machen. Oder denken Sie eher an Parasiten, die Ihren Pflanzen schaden oder sogar Ihre Gesundheit beinträchtigen können?

In diesem Beitrag lernen Sie diese noch ziemlich unbekannte Tiergruppe kennen und wie Sie sich vor Ihnen schützen bzw. sie gezielt zur Bekämpfung lästiger Schädlinge einsetzen können.

Nematoden bearb.jpg

Was sind Nematoden und wie können Sie diese verwenden?

Nematoden sind winzig kleine, längliche Würmchen und werden daher auch Fadenwürmer genannt. Mit freiem Auge sind sie (fast) nicht zu erkennen, manche Arten können Sie nur unter dem Mikroskop sehen.

Es gibt zahlreiche verschiedene Nematoden-Arten. Sie sind entweder frei lebend oder Schmarotzer – d.h. sie benötigen einen Wirt, um sich zu ernähren.

Dieser Wirt können Pflanzen, Tiere oder sogar wir Menschen sein. Jede Nematoden-Art befällt dabei sehr speziell einen oder sehr wenige Wirte. Nematoden, die Pflanzen befallen, können uns Menschen also nicht schaden. Ebenso sind solche, die tierische Schädlinge bekämpfen, für uns harmlos.

Nematoden als Pflanzen-Schädling

Nematoden, die unseren Pflanzen schaden, werden auch als Älchen bezeichnet. Sie leben im Erdreich und benötigen eine hohe Bodenfeuchtigkeit. Von dort aus befallen Sie je nach Art Wurzeln, Stängel oder Blätter ihrer Opfer. Sie dringen durch Verletzungen oder die Spaltöffnungen in die Pflanzen ein und saugen dort die Zellen aus. Befallene Pflanzenteile werden braun oder sterben sogar ab, in weiterer Folge steigt die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen.

Im Garten entstehen die größten Schäden an Zierpflanzen, z.B. Phlox, Narzissen und Hyazinthen verursacht durch Stock – oder Stängelälchen bzw. an Astern, Anemonen, Veilchen, Zinnien, Begonien oder verschiedenen Sedum –Arten – verursacht durch Blattälchen. Auch Erdbeeren (Blätter) oder Speisezwiebel (Zwiebelknollen) können betroffen sein.

Wurzelnematoden dringen, wie der Name schon sagt, in die Wurzeln und feinen Wurzelhaare ihrer Wirtspflanzen ein und saugen dort direkt den Saft aus. Manchmal bilden Sie sogar sogenannte Zysten an den Wurzeln – in den Zysten befinden sich Nematoden-Eier, die lange Zeiten geschützt überdauern können. Der Nematoden-Nachwuchs schlüpft erst dann, wenn die Voraussetzungen günstig sind.

Erdäpfel Ausschnitt

Wurzelnematoden befallen vor allem Kartoffeln, Karotten und Rüben.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Mischkultur und weite Fruchtfolge - verhindert die Anhäufung einer Nematoden-Art
  • Entsorgung befallener Pflanzen - kranke Pflanzen am besten in der Restmülltonne entsorgen. Keinesfalls auf den Kompost geben.
  • Feindpflanzen anbauen - Tagetes (Studentenblume) und Ringelblumen wirken effektiv gegen Wurzelnematoden. Die Inhaltstoffe töten die Älchen ab, sobald sie an den Wurzeln saugen.

 

Nematoden als Nützlinge bzw. Feind von lästigen Tieren im Garten

Es gibt einige Schädlinge im Garten bzw. sogar im Haus, die Sie mit Nematoden wirkungsvoll bekämpfen können.

Nematoden gegen Dickmaulrüssler

Der Dickmaulrüssler (oder Breitmaulrüssler) ist ein nachtaktiver Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer. Er ist mittlerweile sehr stark verbreitet und kommt nahezu in jedem Garten vor.

Schadbild: der Käfer frisst buchtige Kerben in Blätter von Kirschlorbeer, Hortensien, Liguster und anderen Stauden und Gehölzen.

Noch gefährlicher ist jedoch die weiße, dickfleischige Larve, die an den Wurzeln knabbert und die Pflanzen zum Absterben bringen kann.

Sowohl gegen den erwachsenen Käfer als auch gegen dessen Larven gibt es Nematoden. Der beste Einsatzzeitpunkt für Nematoden gegen die Larven ist von Mitte April bis Anfang Juni und von September bis Mitte Oktober.

Die Nematoden gegen den erwachsenen Käfer können Sie von Mai bis Ende September einsetzen

Nematoden gegen Dickmaulrüssler, 5 Mio. Stück

Dickmaulrüssler SchadbildWehren Sie sich gegen den gefräßigen Dickmaulrüssler mit der Ausbringung von Nematoden. Einfach die Nematoden im Wasser auflösen und durch Gießen ausbringen. Inhalt reicht für 10 m² Bodenfläche.

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24,00 €


Nematoden gegen Dickmaulrüssler, 50 Mio. Stk.

Dickmaulrüssler LarveWehren Sie sich gegen den gefräßigen Dickmaulrüssler mit der Ausbringung von Nematoden. Einfach die Nematoden im Wasser auflösen und durch Gießen ausbringen. Inhalt reicht für 100 m² Bodenfläche.

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Nematop Käferstopp gegen Dickmaulrüssler

Foto - Nematop KäferstoppZur Bekämpfung der erwachsenen Käfer

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Eine ausführliche Beschreibung des Schadbildes, Verwechslungsmöglichkeiten und die Bekämpfung finden Sie im Beitrag Dickmaulrüssler biologisch bekämpfen 

Die Bekämpfung der Larven sollte unbedingt regelmäßig erfolgen, also 1 x im Frühjahr und 1 x im Herbst. Leider wandern immer wieder neue Käfer zu, sodass Sie konsequent „dranbleiben“ müssen.

Nematoden gegen Trauermückenlarven

Trauermücken sind kleine, schwarze Mücken (wie Mini Fliegen), die oft nach dem Umtopfen der Zimmerpflanzen oder dem Auffüllen eines Hochbeetes mit frischer Erde zu Hunderten und Tausenden auftreten. Die Larven der Trauermücken haben Sie mit der Erde eingekauft – im Blumentopf fühlen sie sich sehr wohl und vermehren sich rasant.

Unter dem Beitrag "lästige Trauermücken und was Sie dagegen tun können" erfahren Sie, wie Sie diese Tiere erkennen können, welchen Schaden sie an Ihren Pflanzen anrichten und wie Sie die Mücken-Armee wieder los werden.

Es gibt auch hier Nematoden, die ganz speziell gegen Trauermückenlarven wirken. Die Behandlung ist ganzjährig möglich. Wichtig ist, wie bei allen Nematoden, das Erdreich gut feucht zu halten und etwas Geduld. Denn es dauert einige Tage, bis die Wirkung der Nützlinge sicht- und spürbar wird.

Nematoden gegen Trauermückenlarven

Trauermücken auf GelbstickerWerden Sie die lästigen Trauermücken mit einmal gießen los!

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18,50 €


Nematoden gegen Wiesenschnaken und Maulwurfsgrillen

Gelb-braune Flecken in der Wiese? Teile Ihres Rasens sterben ab? Das muss weder ein Pilzbefall noch ein Trockenschaden sein. Ein kreisförmiger Befall im Frühling deutet auf die Larven der Wiesenschnaken hin. Diese fressen an den Wurzeln des Grases und sind verantwortlich für kleine und größere Kahlstellen.

Im Herbst, ab Mitte September nach der Eiablage, ist die beste Zeit, um die Wiesenschnaken mit Nematoden zu bekämpfen.

Die Maulwurfsgrille ist eine Vertreterin aus der Ordnung der Heuschrecken – lebt aber – im Gegensatz zu den bekannten Heuschrecken – unterirdisch. Schäden verursacht sie durch die Gänge, die sie etwa 10 cm unter der Erdoberfläche gräbt und dabei an den Wurzeln aller im Weg stehenden Pflanzen knabbert.

Setzen Sie Nematoden gegen Maulwurfsgrillen von Ende April bis Ende Mai ein. Im Glashaus bereits ab März.

Eine nähere Beschreibung finden Sie auf der Seite Nematoden gegen Maulwurfsgrillen und Wiesenschnaken 

Nematoden gegen Maulwurfsgrillen und Wiesenschnaken

MaulwurfsgrilleSteinernema carpocapsae

Details zum Produkt

54,80 €


 

Sind Nematoden für den Menschen gefährlich?

Vor Nematoden, die Pflanzen befallen oder die Sie in Haus und Garten zur Schädlingsbekämpfung einsetzen, brauchen sie keine Angst zu haben! Sie sind sowohl für Sie als auch Ihre Kinder absolut ungefährlich. Die Nematoden haben schließlich nur ein Ziel – so rasch als möglich ihren Wirt zu finden – und das sind in diesen Fällen Dickmaulrüssler, Trauermückenlarven usw.

Dennoch gibt es Arten aus der Nematoden –Familie, die für uns nicht mehr so gemütlich sind.

Der bekannteste Human-Parasit ist der Spulwurm. Vorwiegend ist er in Südamerika, Asien und Afrika beheimatet. In den Körper kommt er durch Eier auf ungewaschenem Gemüse oder verunreinigtem Wasser. Im Körper schlüpft der Wurm und geht von der Darmwand in die Blutbahn und viele Organe des Körpers. Für den Spulwurm brauchst Du auch kein Mikroskop – er wird bis zu 30 -  40 cm lang.

In unseren Breiten häufiger sind Madenwürmer. Vor allem bei Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter geht die Übertragung sehr rasch. Madenwürmer sind für starken Juckreiz am Darm-Ende verantwortlich. Die Übertragung läuft übrigens von Mensch zu Mensch.

So beugen Sie vor: man kann es nicht oft genug sagen – Hände waschen!

Und natürlich Obst- und Gemüse – auch frisch aus dem Garten – sollte immer gewaschen werden.

Ein Nematodenbefall kann übrigens gut mit Medikamenten behandelt werden. Wichtig ist, dass nicht nur die kranke Person, sondern gleich die ganze Familie mit behandelt wird.

Haben Sie Fragen zu Nematoden oder Erfahrungen damit? Bitte schreiben Sie einfach in die Kommentare oder senden Sie mir Ihre Frage einfach per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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